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Titel: The French Submarine Cruiser SURCOUF (Profile Morskie 101)
Autor: Dominik Biela/Slawomir Brzezinski
Verlag: Wydawniczo-Handlowa BS
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-83-60590-11-9
Seiten: 24 Seiten mit PDF-Plänen zum Download
Fotos: schwarz-weiß
Preis: 16 €

Original

Der Unterseekreuzer SURCOUF (N N 3) (benannt nach dem französischen Kaperkapitän Robert Surcouf) war das größte U-Boot der Französischen Marine im Zweiten Weltkrieg und bis zur Einführung der Sen Toku-Klasse der Kaiserlichen Japanischen Marine auch das größte U-Boot der Welt.

Das U-Boot war eine konventionelle Zweihüllenboot-Konstruktion mit Dieselmotoren von Sulzer für die Überwasserfahrt und Elektromotoren für die Tauchfahrt. Der Bootskörper war für Tauchtiefen bis 80 m Tiefe ausgelegt. Die Alarmtauchzeit des U-Kreuzers war mit zwei Minuten sehr lang. Trotzdem galt die SURCOUF für ihre Größe als schnell und beweglich.

Eine Besonderheit der Konstruktion war die Möglichkeit, ein Bordflugzeug mitzuführen. Im hinteren Bereich des Turmes befand sich ein druckfester Hangar, in dem ein Wasserflugzeug vom Typ Besson MB-411 untergebracht war. Das Flugzeug musste demontiert werden, um es in dem engen Hangar zu lagern. Der Zeitaufwand für das Ausladen und Montieren bzw. Demontieren und Einladen betrug jeweils ca. 30 Minuten.
Ursprünglich war die Mitnahme eines Motorbootes geplant. Das Boot hätte eine Reichweite von 70 Seemeilen und eine Geschwindigkeit von 18 Knoten gehabt und sollte der Artilleriebeobachtung dienen. Eine weitere Aufgabe wäre das Übersetzen von Krisenkommandos gewesen. Später wurde aber auf das Beiboot verzichtet.

Die Artillerie-Bewaffnung des leichtgepanzerten Bootes bestand aus zwei 203-mm-Geschützen in einem begrenzt schwenkbaren Zwillingsturm. Die Geschütze waren zweieinhalb Minuten nach dem Auftauchen feuerbereit und konnten mit einer Feuergeschwindigkeit von drei Schuss pro Minute schießen. Die größtmögliche Rohrerhöhung war 30°. Die Reichweite der Geschütze betrug 27.500 m. Der Munitionsvorrat umfasste 600 Schuss. Ein Geschoss wog 123,2 kg. Die Feuerleitzentrale war mit einem 4-Meter-Raumbildentfernungsmesser mit einer Reichweite von 12.000 m ausgestattet. Lediglich die britische M-Klasse hatte größere Deckgeschütze. Das Kaliber der Geschütze ist auf den Washingtoner Flottenvertrag von 1922 zurückzuführen, der für Schiffe, die keine Schlachtschiffe waren, eine Geschützarmierung von höchstens 203 mm erlaubte. Die Geschütze des U-Kreuzers waren vom selben Modell wie die Hauptbewaffnung der 10.000 ts großen französischen Washington-Kreuzer. Die SURCOUF war die einzige U-Boot-Konstruktion nach dem Washingtoner Flottenvertrag, die das größte erlaubte Kaliber ausnutzte.

Die Luftabwehr des U-Bootes setzte sich aus zwei 37-mm-Flugabwehrkanonen in Einzellafetten und vier 13,2-mm-Maschinengewehren in Doppellafetten zusammen.
Die Torpedobewaffnung bestand aus acht 550-mm- und vier 400-mm-Torpedoausstoßrohren. Vier 550-mm-Rohre befanden sich im Bug und waren intern nachladbar. Dazu kamen, wie bei französischen U-Booten dieser Zeit üblich, vier 550-mm- und vier 400-mm-Rohre in Vierfachsätzen (schwenkbar) außerhalb des Druckkörpers im mittleren und hinteren Teil des Bootes.

Nach einem Werftaufenthalt auf den britischen Bermudas ging die SURCOUF am 18. Februar 1942 auf dem Marsch in die französische Kolonie Martinique infolge einer Kollision mit dem US-amerikanischen Frachter Thomson Lykes in der Nähe des Panamakanals verloren.

Alle 130 Seeleute (weitere Schätzung: über 150) an Bord fanden bei dem Untergang den Tod. Dies ist die größte bisher verzeichnete Opferzahl bei einem Totalverlust eines U-Bootes.
 

Quelle: Erminio Bagnasco: Uboote im 2. Weltkrieg, Motorbuchverlag, Stuttgart, 5. Auflage 1996

 

Inhalt

Das neue Profile Morskie Nr. 101 präsentiert sich in neuem Design und befasst sich mit dem  französischen Unterseekreuzer SURCOUF und dessen verschiede Bauzustände.

In englischem und polnischen Text und anhand von verschiedenen Schwarz-weiss-Fotos werden der Bau, die technischen Daten und verschiedenen Bauzustände der SURCOUF beschrieben.
 
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In der Heftmitte befinden sich Pläne und Farbschemen im Maßstab 1: 500. Als PDF-Dateien zum Download bietet Profile Morskie weitere Pläne in den gängigen Maßstäben 1:200, 1: 350 und 1:700 gegen Gebühr an. Im Heft selbst ist ein Code zum Download enthalten und man bekommt die Dateien zum Vorteilspreis angeboten.
 
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Fazit

Aufgrund der vielen und guten Schwarz-Weiss-Aufnahmen, den enthaltenen Informationen und den beiliegenden Plänen und Farbschemen ist dieses Heft aus der Profile-Morskie-Reihe
 
 
alt empfehlenswert


Jörg