Tonnenleger Jens Sørensen

Der Tonnenleger Jens Sørensen und sein Schwesterschiff Poul Løwenørn wurden 1994 bzw. 2001/02 für die dänische Schifffahrtsstraßenverwaltung (Farvandsvæsenet, heute Teil der Søfartsstyrelsen) gebaut. Der Aufgaben waren bzw. sind Tonnenlegen- und warten, d.h. die Markierung der Schifffahrtsstraßen, sowie Vermessung, Bergungsarbeiten und Probennahmen in dänischen und grönländischen Gewässern.

Französische Fregatte Lamotte-Picquet, hinten dänische Fregatte Absalon

Die französische Fregatte La Motte-Picquet (D645) ist eines von sieben 1974-90 gebauten auf die U-Jagd spezialisierten Schiffen der der Georges Leygues-Klasse (F70). Diese Klasse ist eine verkleinerte Version der Tourville-Klasse (F67). Sie erhielt eine ähnliche Bewaffnung und elektronische Ausrüstung, allerdings wurde auf ein 10 cm-Geschütz und den Malafon-U-Jagd-Raketenstarter verzichtet. Dadurch konnten die Georges Leygues-Klasse über 1000 t leichter ausfallen. Im Vergleich zu der Dampfturbinen-getriebenen Tourville-Klasse erhielt die Georges Leygues-Klasse einen fortschrittlicheren CODOG-Antrieb, d.h. Diesel für die Marschfahrt und Gasturbinen für die Höchstgeschwindigkeit.

Schulschiffe Lynx und Léopard

Die acht zwischen 1981-83 gebauten französischen Schulschiffe der Léopard-Klasse dienen primär zur Schulung von Offizieren in Bezug auf die Schiffsführung und Navigation. Sie ersetzten die ehemalige Minensucher des Typs MSC-60 und wurden speziell als Schulschiffe entworfen. Sie verfügen u.a. eine zweite Brücke für die Navigationsschulung, einen Klassenraum sowie die Möglichkeit die Kadetten und ihre Ausbilder unterzubringen.

Umweltschutzschiff Marie-Miljø

Das dänische Umweltschutzschiff Marie-Miljø ist das erste von zwei 1978-79 gebauten Schiffen der Seatruck-Klasse. Die Hauptaufgabe des Schiffs ist die Bekämpfung von Ölpests. Öl kann mechanisch aufgesammelt, notfalls auch chemisch bekämpft werden. Das Schiff ähnelt von der Rumpfform einem kleinen Landungsschiff und hat ein Bugtor und geringen Tiefgang. Ursprünglich fuhr das Schiff für das Umweltministerium, seit 1996 wird es von der dänischen Marine betrieben. Es hat seither die Kennnummer A563, die aber nicht auf dem Rumpf gezeigt wird. Die Besatzung besteht aus Zivilisten.

Minenjagdboot Céphée

Das französische Minenjagdboot Céphée (M652) ist eines von 40 von 1977-95 gebauten Schiffen der Tripartite-Klasse. Die Klasse war eine gemeinsame Entwicklung der belgischen, französischen und niederländischen Marine. Die Boote haben einen Rumpf aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), um eine möglichst geringe magnetische Signatur zu haben. Um Minen zerstören zu können, werden primär Minenjagdrohnen verwendet, es können aber auch Taucher eingesetzt werden. Manche der Boote wurden mit einen Minenräumfunktion nachgerüstet. Ursprünglich sollte für jede der drei beteiligten Marinen 15 Boote gebaut werden, die Aufträge für die belgische und französische Marine wurden aber auf jeweils zehn reduziert. Zusätzlich wurden zwei Boote für die indonesische und drei für die pakistanische Marine gebaut. In Belgien wird die Klasse auch als Aster- oder Flower-Klasse bezeichnet, in Frankreich als Éridan-Klasse und in den Niederlanden als Alkmaar-Klasse.

Fregatte Baden-Württemberg in Kopenhagen

Die Fregatte Baden-Württemberg (F222) ist das Typschiff der Klasse 125, zu der noch Nordrhein-Westfalen (F223), Sachsen-Anhalt (F224) und Rheinland-Pfalz (F225) gehören. Die Klasse wurde ab 2011 gebaut, die letzten beiden Schiffe sollen 2021 in Dienst gestellt werden. Im Gegensatz zu den Vorgängerklasse sind die Fregatten der Klasse 125 keine Mehrzweckfregatten, sondern für sogenannte Stabilisierungseinsätze und lange Einsatzzeiten entworfen, also die typischen Aufgaben der Fregatten der Deutschen Marine nach dem Kalten Krieg. Die vier Fregatten ersetzen die acht Fregatten der Bremen-Klasse (Klasse 122).

Fregatten Absalon und Iver Huitfeldt

Die dänischen Fregatten Absalon und Iver Huitfeldt sind die Typschiffe der beiden Klassen, die momentan die stärksten Einheiten der dänischen Marine (Søværnet) stellen. Die beiden Klassen ähneln sich stark. Die beiden Schiffe der Absalon-Klasse - Absalon (L16/F341) und Esbern Snare (L17/F342) - wurden 2003-05 gebaut. Es sind Mehrzweckfregatten, die allerdings über ein sehr großes Mehrzweckdeck verfügen, dass auch zum Transport von Truppen und Panzern geeignet ist. Ursprünglich waren sie als Unterstützungsschiffe klassifiziert (mit Rumpfnummern als Landungsschiffe), 2020 wurden sie auch offiziell als Fregatten klassifiziert. Die drei Schiffe der Iver Huitfeldt-Klasse - Iver Huitfeldt (F361), Peter Willemoes (F362) und Niels Juel (F363) - wurden 2008-11 gebaut. Sie sind für die Flugabwehr optimiert  und haben entsprechend deutlich leistungsfähigere Radaranlagen und einen Senkrechtstarter für SM-2-Flugabwehrraketen. Alle fünf Schiffe gehören zur 2. Eskadre, der Einheit der dänischen Marine, die für internationale Einsätze vorgesehen ist.

Tanker ORP Bałtyk

Der polnische Tanker ORP Bałtyk (Z-1) ist das einzige Schiff des Projekts ZP-1200 und wurde 1988-91 gebaut. Er kann gleichzeitig drei Schiffe betanken. Hierfür ist auf jeder Seite und am Heck eine Versorgungssstation vorhanden.

Katamarane Halunder Jet und San Gwann in Helgoland

Helgoland kann man heute nicht nur mit Seebäderschiffen erreichen, sondern auch mit deutlich schnelleren Katamaren. 2020 fuhren von Hamburg bzw. Cuxhaven die Halunder Jet bzw. San Gwann. Halunder Jet wurde 2017-18 von Austal Philipinnes gebaut und fährt seit 2018 für die Reederei FRS (Förde Reederei Seetouristik bzw. Fast Reliable Seaways). Sie ist 56,4 m lang, 14,0 m breit und verdrängt 1231 BRZ. Ihre vier Dieselmotoren leisten 12.182 PS, womit 35 kn erreicht werden. Die Besatzung besteht aus 17 Personen, 680 Passagiere können transportiert werden. San Gwann wurde 2000-01 von Fjellstrand für Virtu Ferries gebaut. 2016 wurde sie von FRS gekauft und anfangs in der Karibik verwendet. Seit 2020 wurde sie auf der Route nach Helgoland eingesetzt, um die verminderte Passagierkapazität wegen der Sicherheitsmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie zu kompensieren. Sie ist 51,0 m lang, 12,5 m breit und verdrängt 992 BRZ. Ihre vier Dieselmotoren leisten 12.617 PS, womit 34 kn normal erreicht werden (maximal 39 kn). Sie kann 427 Passagiere und 21 PKW transportieren.

Taucherunterstützungsschiff Søløven

Das dänische Taucherunterstützungsschiff Søløven (Y311) ist das einzige Schiff der Flyvefisken-Klasse, das heute noch im Dienst der dänischen Marine ist. Die Flyvefisken-Klasse war in den 1980ern ein revolutionäres Konzept. Mit dieser Klasse wurde das StanFlex-System eingeführt. Die Schiffe erhielten vier Positionen, auf denen StanFlex-Module montiert wurden: eines auf dem Vorschiff und drei achtern. Die Module umfassten u.a. Waffen, Sensoren und Kran. Sie konnten in kurzer Zeit ausgetauscht werden, wodurch das Schiff für eine neue Rolle ausgerüstet werden konnte. Hierdurch konnten mit einer Klasse drei verschiedene Schiffsklassen ersetzt werden: die Patrouillenboote der Daphne-Klasse, die Minensucher der Sund-Klasse und die Schnellboote der Søløven-Klasse. Zwischen 1985-96 wurden 14 Schiffe der Flyvefisken-Klasse gebaut. Ursprünglich waren sogar 17 geplant, aber die Zahl der zu bauenden Schiffe wurde bei Ende des Kalten Kriegs zusammengestrichen.