26.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Fregatte HMS Andromeda

Vor 40 Jahren, am 26. Mai 1982, erreichte die Fregatte HMS Andromeda mit einer Gruppe von Schiffen der Royal Navy um den Lenkwaffenzerstörer HMS Bristol den britischen Flottenverband im Südatlantik (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Andromeda wurde 1966-68 von der Marinewerft in Portsmouth als eine der Fregatten der Leander-Klasse gebaut. Sie gehörte zum Batch 3 der Klasse, die breiter als die früheren Schiffe waren und deshalb stärker modernsiert werden konnten. Fünf von zehn Schiffen dieser Variante erhielten eine umfangreiche Modernisierung, wobei sie einen Sea Wolf-Flugabwehrraketenstarter und vier Exocet-Antischiffs-Raketenstarter statt des 11,4-cm-Turms erhielten. Der Hangar und das Hubschrauberdeck wurden vergrößert und die Radar- und Sonarausrüstung modernisiert. Andromeda erhielt diese Modernisierung 1978-81 als erstes Schiff und war der einzige Sea Wolf-Umbau der Leander-Klasse, der im Falklandkrieg noch zum Einsatz kam. Sie schützte in diesem Krieg den Flugzeugträger HMS Invincible. Sie diente noch bis 1993, wurde an Indien verkauft und war dort minimal bewaffnet noch bis 2012 als Schulschiff INS Krishna im Einsatz. Sie wurde im gleichen Jahr als Zielschiff versenkt.

 

26.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Lenkwaffenzerstörer HMS Bristol

Heute vor 40 Jahren, am 26. Mai 1982, erreichte eine Gruppe von Schiffen der Royal Navy um den Lenkwaffenzerstörer HMS Bristol den britischen Flottenverband im Südatlantik (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Dieser Verband traf zu einem Zeitpunkt ein, als die Royal Navy bereits schwere Verluste erlitten hatte: die Zerstörer Sheffield und Coventry, die Fregatten Ardent und Antelope sowie der Hilfsflugzeugträger Atlantic Conveyor waren versenkt worden. Außerdem waren zwei Zerstörer, vier Fregatten und drei Landungsschiffe beschädigt worden. Der Verband brachte deshalb dringend benötigte Verstärkung. Er umfasste die Zerstörer Bristol und Cardiff, die Fregatten Active, Andromeda, Avenger, Minerva und Penelope sowie die Versorger Bayleaf und Olna. HMS Bristol wurde 1967-73 als einziges Schiff des Typs 82 gebaut und war eigentlich als Geleitschiff für eine neue Generation von Flugzeugträgern vorgesehen, die nie gebaut wurde. Sie diente in dieser Rolle auch nach ihrer Ankunft und zwar für die Flugzeugträger HMS Hermes und HMS Invincible. Bristol wurde 1991 außer Dienst gestellt und diente nach bis 2020 als stationäres Schulschiff in Portsmouth. Sie liegt aktuell noch in Portsmouth.

 

16.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Flugzeugträger HMS Hermes

Heute vor 40 Jahren, am 16. Mai 1982, beschädigten Sea Harrier des britischen Flugzeugträgers HMS Hermes den argentinischen Blockadebrecher Río Carcarañá und das Transportschiff ARA Bahía Buen Suceso (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Ersteres Schiff wurde durch Bomben und Bordkanonen so schwer beschädigt, dass es aufgegeben wurde. Es wurde am 24. Mai durch einen Sea Lynx der Fregatte HMS Antelope versenkt. Das zweite Schiff wurde durch Bordkanonen beschädigt, danach nicht mehr eingesetzt, bei Kriegsende von Großbritannien erbeutet und als Zielschiff versenkt. Der Flugzeugträger HMS Hermes war das Flaggschiff des britischen Verbands im Südatlantik während des Falklandkriegs. Sie wurde 1944-59 von Vickers-Armstrong in Barrow-in-Furness als viertes Schiff der Centaur-Klasse gebaut, aber nach einem stark modifizierten Entwurf mit Winkeldeck fertig gestellt. 1971-73 wurde sie zum Landungsträger umgebaut, aber 1980-81 so modifiziert, dass sie Sea Harrier-Senkrechtstarter und U-Jagd-Hubschrauber einsetzen konnte. Während des Falklandkriegs operierten von ihr Sea Harrier, Harrier GR.3 der RAF, Sea King-U-Jagd-Hubschrauber und Commando-Transporthubschrauber. Hermes diente bis 1984 für die Royal Navy, danach noch von 1987-2017 als Viraat für die indische Marine.

Zerstörer Isaac Sweers

Das Nationaal Militair Museum in Soesterberg ist eines der Museen des niederländischen Militärs. Auf einer ehemaligen Luftwaffenbasis, die im Kalten Krieg von der niederländischen Luftwaffe und der US Air Force genutzt wurde, ist dieses Museum aus einer Fusion des Museums der niederländischen Luftwaffe (Militaire Luchtvaart Museum) und der niederländischen Armee (Legermuseum) hervorgegangen. Es wurde 2014 eröffnet und umfasst eine gewaltige Sammlung an Flugzeugen, Militärfahrzeugen, Kanonen, Handfeuerwaffen und Uniformen - und eine Zahl von Modellen von Schiffen der niederländischen Marine, die man so hier nicht unbedingt erwarten würde, da es ja noch das Marinemuseum in Den Helder (siehe Fotogalerie) gibt. Auf jeden Fall eine positive Überraschung, die noch zu dem positiven Gesamteindruck eines großräumigen, interessanten Museums hinzu kam.

 

04.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Lenkwaffenzerstörer HMS Sheffield

Vor 40 Jahren, am 4. Mai 1982, wurde der britische Zerstörer HMS Sheffield (D80) von einer Exocet-Rakete getroffen, die von einer argentinischen Super Étendard abgefeuert worden war (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Sheffield bildete mit ihren Schwesterschiffen Glasgow und Coventry die Absicherung des britischen Verbands gegen Luftangriffe, wurde aber selbst überrascht. Sie war das Typschiff ihrer Klasse, des Batch 1 des Typs 42. Dieser war nach Streichen des neuen Flugzeugträgers (CVA-01) als billigere Alternative zum Typ 82 (Bristol) zur Sicherung von Verbänden gegen Luftangriffe entwickelt worden. Im Vergleich zum Typ 082 fiel der Typ 42 fiel kleiner aus. Der Ikara-U-Jagd-Raketenstarter wurde durch einen Lynx-Bordhubschrauber ersetzt. Die Abmessungen des Rumpfs wurden minimal gehalten, was auf Kosten der Seetüchtigkeit und Reichweite ging. Dazu war der Entwurf sehr beengt und wies nur minimale Modernisierungspotentiale aus. Sheffield wurde 1970-75 von Vickers Shipbuilders Ltd in Barrow-in-Furness gebaut. Sie erreichte die Kampfzone im Falklandkrieg am 1. Mai. Durch den Exocet-Treffer am 4. Mai starben 20 Mann und  26 wurden verwundet. Das Schiff brannte nach dem Treffer aus. Ein Abschleppversuch war nicht erfolgreich und Sheffield sank am 10. Mai.

 

01.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Flugzeugträger HMS Invincible

Heute vor 40 Jahren, am 1. Mai 1982, schossen Sea Harrier des britischen Flugzeugträgers HMS Invincible eine argentinische Mirage III und eine Canberra ab und beschädigten eine weitere Mirage III schwer, die anschließend über Port Stanley von der argentinischen Flugabwehr abgeschossen wurde (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Invincible bildete zusammen mit dem Flugzeugträger HMS Hermes den Kern der Kampfgruppe der Royal Navy, die im Falklandkrieg eingesetzt wurden. Mit Hilfe der Sea Harrier auf den beiden Trägern konnte die Luftüberlegenheit über den Falklandinseln errungen werden, was deren Rückeroberung ermöglichte. Invincible wurde 1973-80 von Vickers in Barrow-in-Furness gebaut und war das Typschiff einer Klasse von drei Flugzeugträgern. Diese waren ursprünglich nur als Kommando- und U-Jagdkreuzer gedacht, wobei die U-Jagdfähigkeit durch U-Jagd-Hubschrauber ermöglicht wurde. Durch die Verfügbarkeit von Sea Harrier-Senkrechtstartern wurde aus den Schiffen wieder echte Flugzeugträger. Invincible diente von 1980 bis 2005 für die Royal Navy, neben dem Falklandkrieg noch im Bosnien- und Kosovokrieg. 2010 wurde sie aus der Marineliste gestrichen und 2011 zum Abwracken in die Türkei verkauft.

 

25.04.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Antarktispatrouillenschiff HMS Endurance

Vor 40 Jahren, am 25. April 1982, waren die beiden Westland Wasp-Hubschrauber des britischen Antarktispatrouillenschiff HMS Endurance daran beteiligt, das argentinische U-Boot ARA Santa Fé so schwer zu beschädigen, dass es aufgebracht werden konnte (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Zudem gelang es den Truppen, die u.a. auf der Endurance eingeschifft waren, Südgeorgien von den Argentiniern zurück zu erobern. Endurance war ursprünglich 1956 von der Krögerwerft in Rendsburg als eisgängiges Frachtschiff Anita Dan für die dänische Reederei Lauritzen gebaut worden. 1967 wurde es für die Royal Navy gekauft und von Harland & Wolff  in Belfast zum Antarktispatrouillenschiff umgebaut, wofür sie u.a. vorne große Davits für Beiboote und achtern einen großen Hubschrauberhangar sowie ein Hubschrauberdeck erhielt. In dieser Form patrouillierte um die britischen Inseln nahe der Antarktis und unterstützte den British Antarctic Survey bei dessen Forschungsprogrammen. 1982 wurde sie im Falklandkrieg eingesetzt, wobei neben zwei 2-cm-Geschützen ihre eingeschifften Hubschrauber und Marines ihre einzige Bewaffnung waren. Nach einer Kollision mit einem Eisberg 1989 wurde sie zwar wieder repariert, aber wegen ihres Alters dann doch 1991 außer Dienst gestellt.

Eisbrecher Stettin

Das LWL-Römermuseum in Haltern am See widmet sich den Funden aus den Römernlagern entlang der Lippe. In Haltern selbst befand sich eines der größeren Lager, eventuell Aliso genannt. Dort befand sich auch ein Stützpunkt der römischen Marine, die auf der Lippe patrouillierte. Das Museum zeigt neben zahlreichen Funden aus den Lagern auch diverse Modelle, darunter auch ein Diorama des Marinestützpunkts sowie Modelle eines römischen Patrouillenschiffs und eines Lastprahms. Auch ein Nachbau eines Pfeilgeschützes, eines Scorpio, wie es auch auf größeren römischen Schiffen verwendet wurde, ist ausgestellt. Nahe des Museums befindet sich der Römerpark Aliso. Dort wurde das Westtor des römischen Hauptlagers rekonstruiert. Wie ich ihn besuchte, lagerte dort auch ein Nachbau eines römischen Patrouillenschiffs, genannte Victoria, allerdings gut auf einem Bootsanhänger verpackt, so dass man nur wenig von ihm sehen konnte.

diverse Marineflieger

Das RAF Museum in Cosford beherbergt eine gewaltige Sammlung von Originalflugzeugen. Man findet hier aber auch eine kleine Ausstellung mit Flugzeugmodellen, darunter auch einige Modelle von Flugzeugen der britischen, deutschen und japanischen Marine.

40-Kanonenschiff

Hier der letzte Teil mit Fotos aus Rijksmuseum in Amsterdam u.a. mit diversen Halbrumpfmodellen, einem Schnittmodell eines 40-Kanonenschiffs und dem 84-Kanonenschiff Neptunius von 1842.